Vorwort

Wenn eins längere Zeit politisch aktiv ist und entsprechend auch mit dem Staat oder politischen Gegnern aneinander gerät, lassen sich Geldforderungen oftmals nicht vermeiden. Aus Überforderung oder Unwissenheit werden solche Forderungen häufig beglichen, ohne über alternative Umgangsweisen nachgedacht zu haben. Dieser Reader will Möglichkeiten vorstellen, die von einfachem Zahlen und Solipartys-Organisieren weggehen. Er soll auch Einblicke in ein Lebenskonzept geben, das von einigen Aktivistinnen bereits erfolgreich praktiziert wird. Der Reader ist kein hypothetischer Ansatz, sondern ein praktischer Leitfaden von Aktivisten, die darin ihre Erfahrungen im Umgang mit Geldforderungen weitergeben wollen.
Vielleicht entschließt sich die eine oder der andere ja auch dazu, bei der nächsten Rechnung nicht mehr zu zahlen und die Gegenseite auf den Kosten sitzen zu lassen. Damit lässt sich nicht nur der Gegenseite ein Schnippchen schlagen; auch das gängige Konzept von Eigentum kommt ins Wanken, wenn eins sich davon emanzipiert.